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Und schon wieder neu motiviert für die Arbeit im professionellen Setting

Es geht schon weiter mit Recovery im professionellen Setting. Zwei Tage, nachdem ich wie im letzten Beitrag geschrieben unsere Patienten mit dem Thema Recovery konfrontiert habe, hatte ich eine Angehörigengruppe im Rahmen der Familialen Pflege (Depressionen im Alter). Der letzte Kurstag beinhaltete Recovery. Ich dachte mir, dass es auch für die Angehörigen sinnvoll sein kann davon gehört zu haben. Schließlich sind sie häufig mit die wichtigsten Begleiter auf dem Genesungsweg. Und warum sollte es nicht auch für sie persönlich wichtig sein oder werden.  Und was soll ich sagen? Es ist super angekommen. Die Angehörigen fragten nach, ob die Patienten auch so einen Vortrag bekommen. Sie meinten, dass die Informationen über den persönlichen Genesungsweg für die Betroffenen, die es dann auch wirklich erreicht, sehr bereichernd sein kann. Genau meine Meinung und mein Ziel.

Ich habe vor, eine Art Workshop mit den Patienten durchzuführen und ihnen auf diese Weise Recovery näher zu bringen. Ich weiß das Recovery kein Konzept ist, sondern eine Haltung. Aber ich habe da schon so meine Vorstellung. Wenn ich dann zusätzlich die Angehörigen für meine Kurse gewinnen könnte, wäre das sehr gut. Um so besser kann der Genesungsweg der Betroffenen von den Angehörigen mitgestaltet werden.

Wichtig wird dabei nur sein, dass wir den Betroffenen nicht ihre persönlichen Ziele nehmen, sondern das wichtig nehmen und unterstützen, was sie sich vorstellen. Professionelle, wie auch Angehörige meinen besonders bei älteren Menschen zu wissen was gut für sie ist. Immer noch werden älteren Menschen zu viel Kompetenzen abgesprochen.Ich bin wieder neu motiviert und hoffe, dass meine Idee aufgehen und von unserem Gesamtteam mitgetragen wird.

Was ich in diesem Zusammenhang auch richtig gut finde, ist das Handbuch „Das Leben wieder in den Griff bekommen. Ein Handbuch zur Planung deiner eigenen Recovery.

Herausgeber der deutschen Ausgabe: Christoph Abderhalden, Bern; Michael Schulz, Bielefeld; Harald Stefan, Wien; Andréa Winter, Bern

https://www.pflege-in-der-psychiatrie.eu/files/recovery/Theoriebuch_PDF_swDrucker.pdf

Einen Podcast (zu dem o.g. Handbuch) von Martha Pany im Gespräch mit Prof. Dr. Michael Schulz, habe ich Euch eingestellt.

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