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    Professionell und Peer

    In einem meiner Beiträge habe ich bereits erwähnt, dass ich dabei bin eine Recovery orientierte Gruppe auf unserer Station aufzubauen. Ich bin aktuell dabei die ersten Gruppen durchzuführen. Der Wunsch, welcher auf der Station mitschwingt ist, dass die PatientenInnen in das Handeln kommen. Hierfür haben wir verschiedene Gruppen wie die Ergo, Entspannung, Achtsamkeit, Nordic Walking, Fitness, HLT, Cockpac, etc. Zum reden gibt es 1 x in der Woche Psychologin, die PatientInnen können sich zum Arztgespräch melden und wenn die Zeit es zulässt ist das Pflegepersonal da, insbesondere bei den Einzelgesprächen (hier wird auch wirklich Wert drauf gelegt). Mein Plan war es die Gruppe einzuteilen in einen kleinen Wissensanteil, einen kleinen…

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    Albträume

    Schon lange plagen mich Albträume. Aber nicht irgendwelche. In 90 % bin ich irgendwo alleine und weiß nicht wie ich wieder nach Hause kommen soll. Und jedes mal hilft mir niemand, wenn ich um Hilfe bitte. Heute habe ich Bolognese gekocht und war so tief in Gedanken, dass trotz das ich das Gehackte beim anbraten wendete, es schon teils angebrannt war. Ich habe über das Mobbing in der Schulzeit nachgedacht von der 6.-9. Klasse. Zwar wechselten die Opfer in meiner Klasse, aber ich war eines davon. Gestern war die Welt noch“ in Ordnung“. Man war Teil einer Gruppe, dazugehörig. Am anderen Morgen wurdest du gedemütigt, geschubst, allein gelassen, etc. Ich…

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    Das neue Jahr beginnt mit Duloxetin

    Hallo an alle, ich melde mich einen Monat später als geplant. Im Januar hat sich ergeben, dass ich recht spontan noch eine Hausarbeit schreiben musste. Ich bin ruhig in das neue Jahr gekommen. Corona hat uns noch fest im Griff. Aaaaaber ich habe bereits die erste Impfe. Zwar bin ich nach wie vor ambivalent was die Impfe betrifft, aber es da Pro reichte dann doch mich dafür zu entscheiden. Die letzten zwei Wochen waren für mich sehr anstrengend. Mein Neurologe hat vorgeschlagen mein Antidepressivum zu wechseln, welches ich gegen meine Ängste nehme. Der Grund ist meine ständige Erschöpfung und Schmerzen durch die Fibromyalgie. Ich hatte unheimlich Angst vor dem Wechsel,…

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    Jahresabschluss 2020

    Ja, ich schreibe jetzt den letzten Beitrag in diesem Jahr und hab mir schon überlegt was ich wohl schreiben könnte. Mir ist in den Sinn gekommen, dass ich zum Jahresabschluss meine positiven Erlebnisse und Gedanken aufschreibe und mit Euch teilen werde. Zwar hat sich vor allem mein körperlicher Zustand nicht unbedingt verbessert, was teils Stress abhängig ist, bzw. aus mega stressigen Zeiten rührt. Aber das soll heute nicht Thema sein. Wenn ich meine Gedanken schweifen lasse, ist schon positiv zu benennen, dass ich mit dem Thema Recovery konfrontiert worden bin. Ich habe so viel über mich selbst gelernt, über meinen Weg, über meine Vergangenheit und letztendlich mit diesem Blog begonnen.…

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    Lange gesucht und auch gefunden

    So, mal wieder ein Beitrag zu meiner persönlichen Situation. Es hat sich neben meiner Panikstörung noch ein chronisches Erschöpfungssyndrom (abgekürzt ME/CFS) entwickelt. ME/CFS ist nicht zu verwechseln mit dem Fatique bei/nach Krebserkrankungen oder bei MS. Diese chronische Erkrankung trage ich wohl schon länger mit mir herum auch die Fibromyalgie ist nicht selten bei Me/CFS. So ungünstig das für mein Leben auch ist, komme ich besser zurecht, seit ich weiß, dass die gefühlten 100 Symptome letztendlich einen Namen bekommen haben. Es gibt verschieden Abstufungen von ME/CFS. Mein Alltag ist dadurch schon sehr anstrengend und eingeschränkt, aber Gott sei Dank bin ich nicht bettlägerig wie manch andere mit der Diagnose. Wie sieht…

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    Für ein gutes Leben muss man nicht alle Ängste los werden

    Heute Morgen beim Zähne putzen habe ich Kirche in WDR 4 gehört. Die Stimme des Erzählers war für meine morgendliche Ruhe etwas zu hart, aber der Inhalt ließ mich aufhorchen. Es ging um Herbert Feuerstein, welcher verstorben ist und seine Ängste. Ich möchte hier nicht viele Worte verlieren und habe auch kurz gedacht, dass es ja schon ein recht intimes Thema ist. Aber mir haben die Worte dort nochmals spüren lassen, dass es nicht wichtig ist sich unter Druck zu setzen all seine Ängste los werden zu müssen, sondern diese, welche einem wichtig sind los werden zu wollen. Die Ängste, die einem nicht für ein gutes Leben im Wege stehen,…

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    Und schon wieder neu motiviert für die Arbeit im professionellen Setting

    Es geht schon weiter mit Recovery im professionellen Setting. Zwei Tage, nachdem ich wie im letzten Beitrag geschrieben unsere Patienten mit dem Thema Recovery konfrontiert habe, hatte ich eine Angehörigengruppe im Rahmen der Familialen Pflege (Depressionen im Alter). Der letzte Kurstag beinhaltete Recovery. Ich dachte mir, dass es auch für die Angehörigen sinnvoll sein kann davon gehört zu haben. Schließlich sind sie häufig mit die wichtigsten Begleiter auf dem Genesungsweg. Und warum sollte es nicht auch für sie persönlich wichtig sein oder werden.  Und was soll ich sagen? Es ist super angekommen. Die Angehörigen fragten nach, ob die Patienten auch so einen Vortrag bekommen. Sie meinten, dass die Informationen über…

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    Ein steiniger Weg in der professionellen Rolle

    Ich habe es zum ersten Mal  gewagt unseren Patienten etwas von Recovery erzählt. Ich habe mir im Vorhinein überlegt eine Betroffenengeschichte aus einem Recovery Buch vorzulesen und anschließend kurz etwas über Recovery zu berichten. Wichtig war mir klar zu machen, dass die stationäre Behandlung bei uns häufig nur eine Station auf dem Weg zur Genesung ist. Die Patienten waren überwiegend dankbar und begeistert und ich hatte das Gefühl, das es richtig war. Kurze Zeit später kam eine Patientin zu mir und erzählte, dass sie die Recovery Geschichte zu sehr aufgewühlt habe. Damit habe ich nicht gerechnet, vor allem nicht da fast alle direkt positiv reagierten. So ein kleines Bauchgefühl spürte…

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    Es ist OK nicht ganz OK zu sein

    So, endlich mal wieder einen Text für meinen Blog. Ich habe länger nichts von mir hören lassen. Das war so eine Art Überlebensstrategie schätze ich. Meine Aktivitäten musste ich auf ein Minimum reduzieren, da ich mich echt überlastet gefühlt habe. Dabei habe ich wieder mal entdecken müssen, wie schwer mir Kontrollverlust fällt. Ich befinde mich immer noch in einer Situation, in der mir aus privaten Gründen psychisch viel abverlangt wird. Dennoch habe ich mich nach drei Wochen Urlaub stabilisiert. Ich habe erstmal viel geschlafen und mir tatsächlich mal erlaubt nichts zu tun. Das habe ich vorher aber gegoogelt, um mir eine Art Legitimation dafür zu geben (Krass, oder?). Natürlich war…