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    Krankheit sozial konstruiert – Wir können etwas ändern, das zeigt uns die Corona- Krise

    Aktuell dreht sich alles um den Corona Virus. Das erste Mal seit dem zweiten Weltkrieg, so berichtet Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Ansprache zur Corona Krise, wird außergewöhnlich viel Solidarität von den Menschen gefordert. Es gründen sich Helfertrupps, Nachbarschaftshilfen, etc. In dieser Krise bereite ich mich mittendrin auf meine erste Prüfung im Master vor und habe so zumindest etwas das Gefühl von gewohnter Routine nach dem Bachelorstudium. Ich persönlich finde es bemerkenswert das viele Bürgerinnen und Bürger in unterschiedlichster Weise zusammenrücken und versuchen dem Virus zu bekämpfen. Wenn ich so in meiner Literatur stöbere denke ich nur, wie schön wäre diese Solidarität auch in Zukunft in anderen Bereichen, wenn es…

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    Die alexithymische Gesellschaft – Ein rein hypothetischer Gedanke

    Heute Morgen bin ich um 4 Uhr aufgewacht. Genau wie in den letzten Tagen schweißgebadet und mit frei flottierenden Ängsten. Gut habe ich dann heute gedacht. Dann höre ich mal genauer hin und die Ängste wurden weniger als mir ein Gedanke kam. Irgendwie ist es ja kein Wunder. Vor einer Woche ist mein Fohlen geboren, was quasi für mich eine freudige emotionale Explosion war (innerlich). Aber wer hat da schon Zeit für. Arbeiten war angesagt und außerdem schien bis auf meine Mutter, ich die Einzige zu sein, mit diesen freudigen Gefühlen. Das heißt also zusammenreißen, arbeiten gehen, Gefühle unterdrücken und so tun als sei alles normal. Dann musste ich fünf…

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    Herzenswünsche und persönliches Glück

    Ich freue mich, mit Euch eine schöne Begebenheit aus meinem gegenwärtigen Leben  zu teilen. Am Dienstag, den 10.03.20 ist für mich ein großer Traum in Erfüllung gegangen. Meine Stute hat ein Fohlen bekommen. Ich habe bislang noch nicht viel über meine Tiere geschrieben. Sie sind ein sehr wichtiger Teil in meinem Leben. Ich habe mir schon lange ein eigenes Fohlen gewünscht. Es ist quasi mein Geschenk dafür, dass ich meinen Bachelor bestanden habe. Damit habe ich mir ein großes Ziel gesetzt. Einen Herzenswunsch. Jetzt werden vielleicht einige denken:“ Na super, ich habe echt andere Probleme als mir ein Fohlen zu wünschen“. Aber das ist auch nicht der Kern. Der Kern…

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    Kompass

    Als ich den Podcast „Hoffnung hilft heilen“ von Martha Pany mit Christian Burr gehört habe, bin ich an einer Stelle hängen geblieben. Die Stelle heißt Orientierung. Es ist die Rede davon, dass Menschen evtl. nicht zu jeder Phase ihrer Erkrankung für Recovery bereit sind. Das habe ich selbst im letzten Beitrag erwähnt und fand es interessant den Aspekt nochmals von Christian Burr zu hören. Es gibt Situationen da benötigt man in seiner psychischen Erkrankung zunächst Orientierung. Ich erinnere mich noch gut an eigene Phasen, in denen ich planlos was. Wie oft habe ich mir gewünscht, dass mir jemand Orientierung gibt. Ich war überhaupt nicht ich, und meine Seele total verzweifelt.…

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    Recovery kann, muss aber nicht und mehr Mut zum Risiko

    In der letzten Woche war ich im Studium. Dort wurde im Recovery Modul noch etwas wichtiges angesprochen. Der persönliche Recoveryweg hat viel mit Selbstverantwortung zu tun und es kann natürlich sein, dass man sich in einer Situation befindet, in der einen diese Selbstverantwortung überfordert. Recovery ist nicht der Weisheit letzter Schluss, sondern EINE Möglichkeit für den persönlichen Genesungsweg. Ich finde jedoch, dass die Recoverybewegung für alle zugänglich gemacht werden soll, denn was man nicht weiß, kann man auch für sich nicht nutzen. Ich kann nicht mit Bestimmtheit sagen, ob ich überhaupt in jeder Phase der letzten zwei Jahrzehnte offen für Recovery gewesen wäre. Was außerdem zu Recovery gehört, ist Risiken…

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    Aus der Angst aufzuwachen, ist wie der Übergang vom Winter zum Frühling

    Medikamente sind nur ein Unterstützung auf der Recovery Reise. Vieles muss man sich selbst erarbeiten und dazu gehört auch achtsam zu sein. Sobald es wieder möglich ist den Blick mal abzuwenden, um der Angst nicht zu viel Aufmerksamkeit, sondern diese dem zu schenken, was die Welt noch zu bieten hat. Am besten ist es hier die Erwartungen und Ziele nicht gleich am höchsten Punkt aufzuhängen, sondern zunächst die Augen zu öffnen für gute Worte, einem Lächeln, der Natur, Musik oder an was man sich persönlich noch so im Alltag erfreuen kann. Nachdem ich das Citalopram (später Escitalopram) eingenommen habe, ging es mir nach einiger Zeit besser. Ich erkannte mich wieder…

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    Wer bin ich

    In den Zeiten als die Angst mich völlig in ihrer Hand hatte, gab es kaum positive Gefühle. Sie waren überschattet von ständiger Anspannung und enormen innerlichem Stress. Ich war fast rund um die Uhr damit beschäftigt sie in Schach zu halten. Angst kann sich nicht über längerer Zeit auf ihrem Höhepunkt halten, so schwächte sie auch ab, aber sie war immer da. Auch wenn sie gerade nicht so stark war, hatte ich Angst das es wieder so schlimm würde. Die typische Angst vor der Angst. Ich befand mich in einem klassischen Teufelskreis. Da waren auch so unangenehme Ängste vor dem völligen Kontrollverlust oder die Angst davor „verrückt“ zu werden. Ich…

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    Noch ein paar wichtige und persönliche Gedanken zu Recovery

    Der Begriff Recovery ist für mich selbst sehr neu. Als ich im Studium davon hörte, war es als hätte ich ein weiteres sehr wichtiges Puzzelteil für meine persönlichen Fragen und die Auseinandersetzung mit meiner psychischen Erkrankung gefunden. Es fühlte sich an, als wenn ich danach schon länger gesucht hätte und sich ein großes Teil des Puzzels plötzlich zusammengefügt hat. Eine sehr wichtige Erkenntnis war, dass mein Leben mit der Angsterkrankung eine Reise ist und nicht etwas, was hätte eigentlich bereits zwangsläufig geheilt sein müssen (was natürlich auch nicht schlecht gewesen wäre). Auf der anderen Seite denke ich häufig, dass es die Erkrankung ist, die mir zu tieferen Erkenntnissen über das…

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    Mobbing – Opfer. Eine Erinnerung aus der Kindheit

    Gestern habe ich eine Pressemitteilung gelesen, mit dem Motto „Verrückt? Na und?“.  Es ist ein Projekt aus NRW und wird aktuell im Kreis Soest (aus dem ich komme) umgesetzt. Zielgruppe sind junge Menschen, da auch diese immer häufiger von psychischen Erkrankungen betroffen sind, so steht es im Artikel. Ein Team, bestehend aus zum Beispiel einer Psychologin, Sozialarbeiter und einem Menschen, der selbst psychische Krisen erlebt hat, besuchen Schulen und Auszubildende, um sich über seelische Gesundheit auszutauschen. Das hat direkt meine Erinnerungen an meine Schulzeit geweckt. In der Grundschule lief für mich noch alles gut. Auf der weiterführenden Schule lernte ich dann kennen was Mobbing bedeutet. Leider auch am eigenen Leib…

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    Das Leben gestalten trotz Angst

    Ich stelle mir häufiger die Frage, wie wohl mein Leben wäre, wenn ich keine Angststörung haben würde. Eigentlich muss es ja nicht unbedingt heißen, dass es dann viel besser wäre. Klar, ich würde vielleicht mal mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen, oder mit dem E- Bike alleine durch den Wald fahren, oder mit dem Auto überall dahin wohin ich wollte. Dennoch glaube ich, habe ich mir ein Leben aufgebaut, was auch seine Reize hat. Ich habe Pferde, Esel, Hunde… Ich lebe auf dem Land in einem Dorf mit einer wunderschönen Natur rund um den Ort. Es ist so schön mit dem Pferd durch die Natur zu reiten (nach meinem…