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Das neue Jahr beginnt mit Duloxetin

Hallo an alle,

ich melde mich einen Monat später als geplant. Im Januar hat sich ergeben, dass ich recht spontan noch eine Hausarbeit schreiben musste. Ich bin ruhig in das neue Jahr gekommen. Corona hat uns noch fest im Griff. Aaaaaber ich habe bereits die erste Impfe. Zwar bin ich nach wie vor ambivalent was die Impfe betrifft, aber es da Pro reichte dann doch mich dafür zu entscheiden.

Die letzten zwei Wochen waren für mich sehr anstrengend. Mein Neurologe hat vorgeschlagen mein Antidepressivum zu wechseln, welches ich gegen meine Ängste nehme. Der Grund ist meine ständige Erschöpfung und Schmerzen durch die Fibromyalgie. Ich hatte unheimlich Angst vor dem Wechsel, aber wenn es wirklich diese beiden Symptome verbessern würde, wäre das ein weiteres Stück neue Lebensqualität. Doch wenn ich an das Einschleichen vom Escitalopram dachte, habe ich echt Panik bekommen. Das war richtig heftig. Jetzt sollte es Duloxetin werden. Nachdem ich mich belesen hatte, habe ich mich dafür entschieden. Für alle Fälle habe ich noch meine Hausarbeit soweit zu Ende geschrieben, dass das Wichtigste stand. Das war auch gut so.

Zwar muss ich sagen, dass die Nebenwirkungen nicht ganz so heftig waren wie beim Einschleichen vom Escitalopram, aber es hat schon gereicht, dass es sehr anstrengend für mich war, mich nicht komplett aus der Bahn werfen zu lassen. Ich hatte Magen- Darmbeschwerden und mir war schwindelig, ich war krass unkonzentriert und hab teils auch komische Dinge gemacht. Nicht super crazy, aber schon merkwürdig. In der Nacht wache ich immer noch um Punkt 3 Uhr hellwach auf. Die Muskelzuckungen haben nachgelassen und die unruhigen Beine Gott sei Dank auch. Dann hatte ich leichte Depersonalisierungsgefühle. Die stehen nicht bei den Nebenwirkungen, aber das kenne ich von früher.

Das Schlimme für mich war, dass ich mir die ganze Zeit einen Kopf gemacht habe, dass ich mich krank gemeldet habe, obwohl mir irgendwie bewusst ist, dass es jeder in meiner Situation getan hätte. Ich verstehe nicht, dass ich mir nicht zugestehen kann, mir zu erlauben etwas für mich zu tun und Selbstfürsorge zu betreiben. Letztendlich profitieren auch meine Kollegen und vor allem auch mein Ehemann, wenn es mir besser gehen sollte mit meinen Beschwerden.

Irgendwie kann ich stolz sein, dass ich überhaupt alles schaffe, was ich so durchziehe. Es ist nicht als wenn man einfach arbeitet, sondern es ist eine Art doppelte Belastung neben all dem was eh schon nicht immer einfach ist. Es ist, als müsse ich neben meinen Patienten auch noch auf mich selbst aufpassen in Bezug darauf mich im inneren Gleichgewicht zu halten.Also an alle die sich auch immer so einen Kopf machen wie ich:

Es ist in Ordnung wenn es nicht immer 100 Prozent sind und es ist in Ordnung mal etwas für sich selbst zu tun.

Schade ist nur, dass dieses zu verinnerlich ebenfalls wieder innere Arbeit bedeutet, aber wenn es sich letztendlich lohnt……

Das war ein längerer Beitrag. Quasi für Januar und Februar zusammen.

Alles Liebe

Anbei noch ein Artikel über das Wechseln zwischen Antidepressiva

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4919171/

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